Schloss Schönbrunn

Das gelbfarbene Barockschloss am westlichen Stadtrand Wiens ist die beliebteste Sehenswürdigkeit der Donaumetropole. Die einstige Sommerresidenz der Habsburger mit seiner weitläufigen Parkanlage gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und wird jährlich von über 5 Millionen Menschen besucht. Von den über 1.400 Räumen des Schlosses sind die 40 schönsten im Rahmen der "Grand Tour" zu besichtigen. Im westlichen Seitentrakt können in der Wagenburg 60 Prunkwagen aus der Kaiserzeit bestaunt werden.

Der Schlosspark selbst lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Neben den herrlichen Brunnen und Blumenanlagen sowie einem Irrgarten liegen etwas versteckt interessante Tempel und römische Ruinen. Die Gloriette auf dem Hügel gegenüber dem Schloss erinnert an den Sieg über die Preußen und beherbergt heute ein Cafe-Restaurant. Vom Dach der Gloriette ergibt sich ein wunderbares Panorama.

Schloss Schönbrunn, U-Bahn (U4) Station Schönbrunn, www.schoenbrunn.at
Schlosspark geöffnet von 6:30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Schauräume von April bis Juni sowie September/ Oktober von 8.30 bis 17:00 Uhr, Juli/August bis 18:00 Uhr. Eintritt Schloss ab € 9,50; Kinder ab € 6,50. Sissi-Kombi-Ticket € 22,50.

Tiergarten Schönbrunn

Der 1752 als Teil des Schlossparks von Kaiser Franz I. angelegte Tiergarten ist heute der älteste Zoo der Welt. In einer einzigartigen Verbindung von Kultur und Natur entdeckt man den vielleicht schönsten Zoo der Welt. Mehr als 500, zum Teil bedrohte Tierarten, haben hier ein Zuhause und einen Überlebensraum für ihre Art gefunden. Das Regenwaldhaus, das Wüstenhaus und das Aquarien- und Terrarienhaus sind die neusten Erweiterungen des Tiergartens. Hier können nicht nur Flusspferde, Löwen, Giraffen, Geparden und Elefanten sondern auch Pandabären und eine Vielzahl anderer Säugetiere, Vögel, Reptilien und Fische beobachtet werden.

Tiergarten Schönbrunn, U-Bahn (U4) Station Hietzing, www.zoovienna.at
Schlosspark geöffnet von 6:30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Schauräume von April bis Juni sowie September/ Oktober von 8.30 bis 17:00 Uhr, Juli/August bis 18:00 Uhr. Eintritt Schloss ab € 9,50; Kinder ab € 6,50. Sissi-Kombi-Ticket € 22,50.

Stephansdom

Steffl, wie er von den Wienern liebevoll genannt wird, zählt zu den wichtigsten gotischen Bauwerken Östereichs, ist seit 1365 Domkirche und seit 1469/1479 Kathedrale. Die Maße des Domes gehen aus einer Vebindung der symboltragenden Zahlen Drei (für die Dreifaltigkeit) und Vier (für das Irdische) hervor. Der Dom ist 111 Fuß (34 Meter) breit und 333 Fuß (107 Meter) lang. Nun fragen Sie sich wahrscheinlich, welcher Zusammenhang zwischen 111 und den Zahlen 3 und 4 besteht. Ganz einfach: (3+4)= 7, so beinhaltet also 37 beide Zahlen. Dann ist 37x3=111.
Der Stephansdom verfügt über 4 Türme und ist sicherlich das bekannteste Wahrzeichen Wiens (er schmückt übrigens auch die österreichische 10 Cent Münze).

Stephansdom, U-Bahn (U1/U3) Station Stephansplatz, www.stephansdom.at
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Prater & Riesenrad

Der Wiener Prater ist eine große Parkanlage und Aulandschaft, welcher zu Spaziergängen, einem Picknick oder einer Laufrunde einlädt. Der bekannteste Teil "Wurstelprater" hingegen ist ein spannender Vergnügungspark mit Karussellen, Achterbahnen und vielen weitere Fahrgeschäften. Dieser Teil des Praters beherbergt auch eines der bekanntesten Wahrzeichen Wiens, das Riesenrad. Diese Attraktion wurde 1898 eröffnet und bietet seinen Besuchern seither aus knapp 65 Meter Höhe einen einmaligen Ausblick über das Zentrum Wiens. Am neu gestaltetem Riesenradplatz neben dem Riesenrad können Sie außerdem bei "Vienna Airlines" einen virtuellen Rundflug über Wien in 4D machen. Im Frühjahr 2011 wird hier außerdem das berühmte Wachsfiguren-Museum Madame Tussauds eröffnen.

Weitere Attraktionen des Praters sind das Kugelhaus "Republik Kugelmugel", in der er seine eigene Republik ausrief und dafür eine Haftstrafe absitzen musste. Besuchen Sie außerdem das Prater Museum sowie ein Planetarium.

Wiener Prater, U/S-Bahn Station Praterstern  www.prater.at
Riesenrad: täglich 9-21 Uhr, Ticket € 9,40.  www.wienerriesenrad.com

Hofburg

Die Hofburg ist die alte kaiserliche Residenz in Wien und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Der große Gebäudekomplex, der im Laufe der Jahrhunderte stetig vergrössert wurde, umfasst 18 Trakte und 19 Höfe.
Geschichte

Den ältesten Teil der Burg bildet der Schweizerhof aus dem Jahre 1277, in dem sich auch die Hofkapelle und die Hofmusikkapelle befinden. Zu diesem Komplex gehört auch die im 16. Jahrhundert erbaute Stallburg, die Ferdinand I. ursprünglich als Wohnhaus für seinen Sohn bauen ließ, mit dem er aufgrund seiner Neigung zum Protestantismus nicht unter einem Dach wohnen wollte. Später beherbergte das Gebäude die Stallungen und bis heute hat hier die Spanische Hofreitschule ihren Sitz.Weitere Teile der Stallburg sind der nach der Witwe Josephs des I., Amalia Wilhelmine, benannte Amalientrakt und das Schweizertor.
Im 17. Jahrhundert entstand der Leopoldinische Trakt, im 18. Jahrhundert kamen Reichskanzleitrakt, Nationalbibliothek und Winterreitschule hinzu. Letztere wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch den Michaelertrakt mit dem Reichskanzleitrakt verbunden. Zur gleichen Zeit wurde auch die neue Burg gebaut. Später geplante Erweiterungen der Hofburg wurden durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges verhindert.
Schatzkammer

Die in einen geistlichen und einen weltlichen Teil gegliederte Schatzkammer zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Herrschaftsinsignien und Prunkschätzen der Welt und zeigt dem Besucher die Macht und Größe der österreichischen Herrschaftshäuser.
Zu den größten Schätzen der Schatzkammer gehören die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches (um 962), die Hauskrone der Habsburger bzw. die österreichische Kaiserkrone (1602), der Schatz des Ordens vom Goldenen Vlies und der Burgunderschatz aus dem 15. Jahrhundert.
Eine weitere Besonderheit stellt eine Achatschale, angeblich der "Heilige Gral", dar. Auch die Insignien des Heiligen Römischen Reiches können hier bewundert werden.
Aufgrund der kulturellen Bedeutung dieser geschichtsträchtigen Sammlung sollte man sich einen Besuch der Schatzkammer nicht entgehen lassen.
Täglich von 10-18 Uhr geöffnet, außer Dienstag.
Kaiserappartements, Sisi Museum & Silberkammer

In der Alten Burg befinden sich die Kaiserappartements des berühmten Kaiserpaares Franz Joseph I. und der Kaiserin "Sissi" Elisabeth. Während sich die Privatgemächer von Franz Joseph im Reichskanzlertrakt befinden, liegen die Gemächer der Kaiserin "Sissi" in der Amalienburg. Mit der Besichtigung der zahlreichen prunkvollen und interessanten Einrichtungsgegenstände, kann der Besucher einen Einblick in das Leben und Wirken des Kaiserpaares gewinnen.
Ein Teil des Rundganges durch die Kaiserappartements ist das neu eingerichtete Sisi-Museum, das dem Besucher in 6 Räumen das Leben der Kaiserin "Sissi" zwischen Mythos und Realität veranschaulicht.
In der Silberkammer schließlich findet sich das Tafelgeschirr der kaiserlichen Familie mit kostbaren Ausstellungsstücken die aus den berühmtesten Manufakturen Europas und Ostasiens stammen. Hier werden Sèvres, Panoramateller, Fayencen und Prunkservice aus so kostbaren Materialien wir Porzellan, Gold und Silber ausgestellt.
Täglich von 9-16.30 Uhr geöffnet.
Stallburg und Spanische Reitschule

In der Stallburg ist neben den Stallungen der weltberühmten Lipizzanerpferde auch das Lipizzanermuseum, das die Geschichte dieser edlen Tiere von den Anfängen der Züchtung in Lipizza (Slowenien) im 16.Jahrhundert bis zum heutigen Bundesgestüt Piber in der Steiermark nachzeichnet.
In dem imposanten, spätbarocken Reitsaal der Winterreitschule finden die begehrten Auführungen der Spanischen Reitschule statt. Will man eine der Hauptaufführungen besuchen, so sollte man die Eintrittskarten mit einer Vorlaufzeit von etwa 3 Monaten erwerben. Doch die Mühe lohnt, denn dem Besucher wird hier ein einzigartiges Schauspiel an Perfektion, Schönheit und Eleganz von Tieren und Reitkunst geboten.
Doch auch wer keine Karten mehr für die Hauptvorstellung bekommt kann bei der Morgenarbeit, dem täglichen Training der Tiere, einen Einblick in die Arbeit der Spanischen Reitschule gewinnen.
Weitere Informationen hierzu unter http://www.spanische-reitschule.com
Neue Burg und Museen

Der von 1881 bis 1913 erbaute und damit jüngste Teil der Hofburg, die neue Burg, beinhaltet Museen und zahlreiche Sammlungen des Kunsthistorischen Museums.
In der Waffenkammer, der zweitgrößten Hofjagd- und Rüstkammer der Welt, befinden sich unzählige kostbare Waffen aus mehreren Jahrhunderten.
Bis Museum für Völkerkunde bleibt aufgrund von Umbauarbeiten vorraussichtlich bis Frühjahr 2007 geschlossen.
Das Ephesosmuseum macht den Besuchern Funde österreichischer Archäologen aus den Ruinen der griechischen Stadt und späteren römischen Metropole Ephesos (der heutigen Türkei) zugänglich.
Ebenfalls sehenswert ist die Sammlung alter Musikinstrumente auf denen unter anderem Beethoven und Chopin gespielt haben.
Burgkapelle

Die Burgkapelle ist einer der ältesten Teile der prachtvollen Residenz und der einzige, der heute noch an eine tatsächliche Burg erinnert. Sie wurde von 1447 bis 1449 unter Kaiser Friedrich III. in gotischer Bauweise errichtet und später barock verändert.
Konzerte der Wiener Sängerknaben und des Staatsopernorchesters machen die hier an an Sonn- und kirchlichen Feiertagen stattfindenden Gottesdienste zu einem besonderen Erlebnis.

Wiener Hofburg, 1. Bezirk
U-Bahn U3 Herrengasse, Tram D/1/2 Burgring, Bus 1A/2A/3A Michaelerplatz

Wiener Ringstraße

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Karlskirche, U-Bahn (U1/U2/U4) Station Karlsplatz,
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Karlskirche

Der wohl schönste Barockdom Wiens stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde in Gedenken an die Opfer der Pest zu Ehren des Pestheiligen Karl Borromäus errichtet. Das Innere der Kirche wird neben zahlreichen Gemälden vor allem durch die berühmten Kuppelfresken Michael Rottmayrs beherrscht. Während umfangreicher Renovierungsarbeiten wurde im Inneren der Kirche gläserner Aufzug installiert, mit dem Sie bis in die knapp 70 Meter Kuppel der Karlskirche gelangen und von dort aus einen einmaligen Panoramablick über Wien genießen.

Karlskirche, U1/U2/U4 Karlsplatz, Tram D/1/2/62, Bus 3A/4A/59A, www.karlskirche.at
Mo-Sa 9:00 - 12:30 und 13-18 Uhr, So 12:00 - 18:00 Uhr; Eintritt inkl. Panoramalift € 6,00

Schloss Belvedere

Das Schloss Belvedere (stammt aus dem Ital. für "schöne Aussicht") ist eine eindrucksvolle Sehenswürdigkeit Österreichs und sogar auf der 20-Cent-Münze des Landes abgebildet. Es war der Volksheld und berühmte Türkenbezwinger Prinz Eugen von Savoyen der zunächst die Errichtung eines Parks mit Wasserspielen in Auftrag gab, später dann wurde das Untere Belvedere (1714-1716) als Wohnsitz und das Obere Belvedere (1721-1723) zu Repräsentationszwecken errichtet. Die Pläne dafür gingen von Johann Lukas von Hildebrandt aus.
Im pompös gestalteten Oberen Belvedere befindet sich die Österreichische Galerie mit Sammlungen der Klassizistik und Romantik bis hin zu Historismus, Realismus und Impressionismus sowie der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Stilrichtungen werden durch Werke der Künstler Caspar David Friederich, Hans Makart, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Egon Schiele repräsentiert.
Im nicht weniger eindrucksvollen Untere Belvedere finden Besucher das Barockmuseum mit wundervollen Werken des Wiener Barocks. Die Orangerie beherbergt das Museum für mittelalterliche Kunst, deren Kunstwerke, wie Tafelmalerei und Schnitzkunst, meist aus dem Spätmittelalter stammen.

Schloss Belvedere, 3. Bezirk, Prinz-Eugen-Strasse 27, www.belvedere.at
Parköffnungszeiten 6:30 - 18:00 Uhr, Museen Di - So 10:00 - 17:00 Uhr

Hundertwasserhaus

"Ein Haus, ein ungewöhnliches Haus, das nicht den üblichen Normen und Klischees der scholastischen Architektur entspricht" so beschreibt der Künstler Friedensreich Hundertwasser das Konzept des von ihm gestalteten Hauses. Die von der Stadt Wien in Auftrag gegebene außergewöhnliche Wohnanlage hebt die starren Formen herkömmlicher Häuser nahezu auf und unterscheidet sich von diesen durch schiefe Wände, wellige Böden, kunterbunte Farben, Zwiebeltürme, kleine Balkone, Erker und bewachsene Dächer. Damit wird sie dem Anspruch Hundertwassers gerecht, den Menschen in die Natur einzubetten, denn genormte Flächen, wie etwa gerade und flache Böden, kommen in der Natur nicht vor.  Das Hundertwasserhaus ist seinen Besuch wert, kann jedoch aus Rücksicht auf die Mieter des Hauses verständlicherweise nur von außen betrachtet werden.

Hundertwasserhaus, 3. Bezirk, Löwengasse. www.hundertwasserhaus.at
Straßenbahn: 1/ Station Löwengasse. Besichtigung von innen nicht möglich.

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