Museumsquartier

Das gelbfarbene Barockschloss am westlichen Stadtrand Wiens ist die beliebteste Sehenswürdigkeit der Donaumetropole. Die einstige Sommerresidenz der Habsburger mit seiner weitläufigen Parkanlage gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und wird jährlich von über 5 Millionen Menschen besucht. Von den über 1.400 Räumen des Schlosses sind die 40 schönsten im Rahmen der "Grand Tour" zu besichtigen. Im westlichen Seitentrakt können in der Wagenburg 60 Prunkwagen aus der Kaiserzeit bestaunt werden.

Schloss Schönbrunn, U-Bahn (U4) Station Schönbrunn, www.schoenbrunn.at
Schlosspark geöffnet von 6:30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Schauräume von April bis Juni sowie September/ Oktober von 8.30 bis 17:00 Uhr, Juli/August bis 18:00 Uhr. Eintritt Schloss ab € 9,50; Kinder ab € 6,50. Sissi-Kombi-Ticket € 22,50.

Albertina

Der Name dieser bedeutenden Kunstsammlung geht auf ihren Begründer Herzog Albert, den Ehemann der Lieblinstochter Maria Theresias, Marie-Christine zurück, der viel Zeit auf ihre Pflege und Erweiterung verwandte. Heute beherbergt sie mit etwa 70.000 Zeichnungen und ca. 1 Million druckgrafischen Blättern eine der größten grafischen Sammlungen der Welt.
Die Sammlung enthält Werke von Leonardo da Vinci, Rembrandt, Rubens, Dürer sowie anderen außerordentlichen Persönlichkeiten und Künstlern und geht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Zeichnungen von Chagall, Kandinsky und Picasso erweitern die Sammlung bis in die Moderne. Mit Klimt, Baselitz, Rauschenberg und Warhol sind auch einige der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts vertreten.
Außerdem verfügt die Albertina über eine Photographie Sammlung, eine Architektur Sammlung und veranstaltet ständig wechselnde Ausstellungen.

Albertina, www.albertina.at
U1/U2/U4 Station Karlsplatz, Tram D/1/2/62 Kärntner Ring/Oper, Bus 3A Albertina
Schlosspark geöffnet von 6:30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Schauräume von April bis Juni sowie September/ Oktober von 8.30 bis 17:00 Uhr, Juli/August bis 18:00 Uhr. Eintritt Schloss ab € 9,50; Kinder ab € 6,50. Sissi-Kombi-Ticket € 22,50.

Kunst- und Naturhistorisches Museum

Die Wiener Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums ist weltweit bekannt und beinhaltet Werke von Rembrandt, Dürer, Rubens, Bruegel, Raffael und vielen anderen Künstlern des 15. bis 17. Jahrhunderts. So ist hier unter anderem der weltbekannte Turmbau zu Babel von Pieter Bruegel d. Älteren zu besichtigen. Neben der Gemäldesammlung, die ihren Ursprung in der Sammlung von Erzherzog Leopold Wilhelm hat, gehören zum kunsthistorischen Museum auch eine ägyptische Sammlung, die Sammlungen in der Hofburg sowie das Münzkabinett und eine Antikensammlung.

Das Naturhistorische Museum zeigt in einem eindrucksvollem Gebäude von Dinosaurierskeletten, Meteoriden über Insekten bis hin zu Edelsteinen alles was das Herz des Naturwissenschaftlers begehrt. Aber nicht nur für diese lohnt sich ein Besuch des Museums. Die Sammlung ist einfach beeindruckend. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, das Museum ist riesig!

Tiergarten Schönbrunn, U-Bahn (U4) Station Hietzing, www.zoovienna.at
Schlosspark geöffnet von 6:30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit, Schauräume von April bis Juni sowie September/ Oktober von 8.30 bis 17:00 Uhr, Juli/August bis 18:00 Uhr. Eintritt Schloss ab € 9,50; Kinder ab € 6,50. Sissi-Kombi-Ticket € 22,50.

Liechtensteinmuseum

Steffl, wie er von den Wienern liebevoll genannt wird, zählt zu den wichtigsten gotischen Bauwerken Östereichs, ist seit 1365 Domkirche und seit 1469/1479 Kathedrale. Die Maße des Domes gehen aus einer Vebindung der symboltragenden Zahlen Drei (für die Dreifaltigkeit) und Vier (für das Irdische) hervor. Der Dom ist 111 Fuß (34 Meter) breit und 333 Fuß (107 Meter) lang. Nun fragen Sie sich wahrscheinlich, welcher Zusammenhang zwischen 111 und den Zahlen 3 und 4 besteht. Ganz einfach: (3+4)= 7, so beinhaltet also 37 beide Zahlen. Dann ist 37x3=111.
Der Stephansdom verfügt über 4 Türme und ist sicherlich das bekannteste Wahrzeichen Wiens (er schmückt übrigens auch die österreichische 10 Cent Münze).

Stephansdom, U-Bahn (U1/U3) Station Stephansplatz, www.stephansdom.at
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Belevdere - Österreichische Galerie

Der Prater ist eine grosse Parkanlage, deren Name auf das lateinische "pratum" (Wiese) zurückgeführt wird. In dieser weitläufigen Auenlandschaft kann man sich fern aller Hektik in Ruhe erholen. Viele Wiener nutzen den Prater für ausgedehnte Spaziergänge und Radtouren.
Der bekannteste Teil des Praters ist der Volksprater oder Wurstelprater. Dieser Vergnügungspark hat seine Anfänge im 19. Jahrhundert und besteht bis heute, im Pratermuseum hat der Besucher die Möglichkeit die Entstehung und Wandlung des Praters nachzuverfolgen. Die im Volksprater angebotenen Attraktionen von der Liliput Eisenbahn aus dem Jahre 1928 bis hin zur hochmodernen Achterbahn "Volare" aus dem Jahre 2004 bieten jedem Besucher kurzweilige Unterhaltung.
Riesenrad

Das Riesenrad wurde 1896/1897 zur Feier des Thronjubiläums Franz Josefs errichtet und ist heute eines der Wahrzeichen Wiens und das Aushängeschild des Praters.
Im Zweiten Weltkrieg wurde es fast völlig zerstört und erst nach dem Wiederaufbau 1947 erneut in Betrieb genommen. Von den ursprünglich 30 Gondeln trägt das Riesenrad nur noch 15 große rote Gondeln.
Aus fast 65 Meter Höhe geniesst der Besucher von hier aus einen wundervollen Ausblick auf Wien.
Republik Kugelmugel

Eine weitere Attraktion des Praters ist das Kugelhaus von Edwin Lipburger, der in den siebziger Jahren in einem österreichischen Dorf ein kugelrundes Haus erbaute und darin seine eigene Republik ausrief. Dies begründete er mit dem geringen Platzbedarf seines Hauses, der es in einen Freiraum verwandele. Da er auch eigene Briefmarken und Verkehrsschilder entwarf mußte er schon eine Haftstrafe wegen Amtsanmaßung absitzen. Inzwischen ist seine Republik in den Prater gebracht worden und hat dort als Touristenattraktion die Anzahl seiner Staatsbürger vermehrt: Heute sind es 389.
Calafati

Ein kurioses Wahrzeichen des Praters ist auch die ursprünglich "Großer Chineser" genannte, 9 Meter hohe Figur eines Chinesen. Die heutige Figur ist eine Nachbildung des im 2. Weltkrieg zerstörten Originals und trägt den Namen des Schöpfers der Originalfigur Basilio Calafati.

Wiener Prater, U/S-Bahn Station Praterstern
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Riesenrad: täglich 9-21 Uhr, Ticket € 9,40. www.reisenrad.a

Kunstmuseum MAK

Der von 1881 bis 1913 erbaute und damit jüngste Teil der Hofburg, die neue Burg, beinhaltet Museen und zahlreiche Sammlungen des Kunsthistorischen Museums.
In der Waffenkammer, der zweitgrößten Hofjagd- und Rüstkammer der Welt, befinden sich unzählige kostbare Waffen aus mehreren Jahrhunderten.
Bis Museum für Völkerkunde bleibt aufgrund von Umbauarbeiten vorraussichtlich bis Frühjahr 2007 geschlossen.
Das Ephesosmuseum macht den Besuchern Funde österreichischer Archäologen aus den Ruinen der griechischen Stadt und späteren römischen Metropole Ephesos (der heutigen Türkei) zugänglich.
Ebenfalls sehenswert ist die Sammlung alter Musikinstrumente auf denen unter anderem Beethoven und Chopin gespielt haben.
Burgkapelle

Die Burgkapelle ist einer der ältesten Teile der prachtvollen Residenz und der einzige, der heute noch an eine tatsächliche Burg erinnert. Sie wurde von 1447 bis 1449 unter Kaiser Friedrich III. in gotischer Bauweise errichtet und später barock verändert.
Konzerte der Wiener Sängerknaben und des Staatsopernorchesters machen die hier an an Sonn- und kirchlichen Feiertagen stattfindenden Gottesdienste zu einem besonderen Erlebnis.

Wiener Hofburg, 1. Bezirk
U-Bahn U3 Herrengasse, Tram D/1/2 Burgring, Bus 1A/2A/3A Michaelerplatz

Secession

Das Austellungshaus der Wiener Künstlergruppe Secession (Teilung; Abspaltung) befindet sich in einem auffälligen Gebäude, einem mit Tier- und Blumenbildern bemalten Kubus, der von einer aus stilisierten Lorbeerblättern bestehenden goldenen Kuppel gekrönt wird. Diese Kuppel wird von den Wienern auch als "Krauthappl" - Kohlkopf bezeichnet. Wahlspruch der Künstlergruppe, die dem zeitgenössichen Historismus ihre Ideen entgegenstellte, war: "Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit". Zu ihren Mitgliedern gehörten unter anderem Gustav Klimt, Koloman Moser, Josef Hoffmann und Joseph Maria Olbrich. Gustav Klimt schuf hier 1902 anlässliche einer Ausstellung zu Ehren Beethovens eines der bedeutensten Werke des Wiener Jugenstils, den Beethoven Fries.
Diese von Klimt eigentlich nur als temporäres Kunstwerk geschaffene Wandverzierung kann hier neben den Wechselaustellungen zeitgenössischer Kunst besichtigt werden.

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Karlskirche, U-Bahn (U1/U2/U4) Station Karlsplatz,
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Kleine, kuriose Museen in Wien

Die Karlskirche stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist der schönste Barockdom Wiens. Kaiser Karl VI. hatte den Bau 1713 in Gedenken der 10.000 Epidemieopfer zu Ehren des Pestheiligen Karl Borromäus in Auftrag gegeben.
Nach den Plänen von Johann Bernhard Fischer von Erlach, der auch Schloss Schönbrunn entwarf, und seinem Sohn Joseph Emmanuel wurde die Karlskirche 1737 fertiggestellt.

Den Blick auf die Karlskirche mit der knapp 70 Meter hohen Patinakuppel prägen die zwei 40 Meter hohen Säulen links und rechts des Hauptportals. Diese Säulen, nach dem Vorbild der Trajansäulen in Rom, werden von kleinen Pavillons gekrönt und machen die Karlskirche zu einem weltweit einzigartigen Kirchenbau. Die Aussenfassade des sensationellen Barockbaus ist mit zahlreichen Reliefs aus dem Leben Karl Borromäus und einer Vielzahl von Engeln verziert.
Innenansicht

Mit einem Lift kann man noch bis Ende 2005 bis hoch in die Kuppel fahren. Dort kann das weltberühmte Kuppelfresko von Michael Rottmeyr ganz aus der Nähe betrachten und hat außerdem einen wundervollen Blick über die Stadt.
Sehenswert sind auch die weiteren Fresken (etwa von Daniel Gran in den Seitenkapellen), der Hochaltar und die Altarbilder. Bei der Innenausstattung der Kirche wurde bewußt das Maß an goldenen Zierelementen beschränkt um die farbigen Fresken voll zur Geltung zu bringen.

Karlskirche, U-Bahn (U1/U2/U4) Station Karlsplatz,
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Das Schloss Belvedere (stammt aus dem Ital. für "schöne Aussicht") ist eine eindrucksvolle Sehenswürdigkeit Österreichs und sogar auf der 20-Cent-Münze des Landes abgebildet. Es war der Volksheld und berühmte Türkenbezwinger Prinz Eugen von Savoyen der zunächst die Errichtung eines Parks mit Wasserspielen in Auftrag gab, später dann wurde das Untere Belvedere (1714-1716) als Wohnsitz und das Obere Belvedere (1721-1723) zu Repräsentationszwecken errichtet. Die Pläne dafür gingen von Johann Lukas von Hildebrandt aus.
Im pompös gestalteten Oberen Belvedere befindet sich die Österreichische Galerie mit Sammlungen der Klassizistik und Romantik bis hin zu Historismus, Realismus und Impressionismus sowie der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Stilrichtungen werden durch Werke der Künstler Caspar David Friederich, Hans Makart, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Egon Schiele repräsentiert.
Im nicht weniger eindrucksvollen Untere Belvedere finden Besucher das Barockmuseum mit wundervollen Werken des Wiener Barocks. Die Orangerie beherbergt das Museum für mittelalterliche Kunst, deren Kunstwerke, wie Tafelmalerei und Schnitzkunst, meist aus dem Spätmittelalter stammen.

Schloss Belvedere, 3. Bezirk, Prinz-Eugen-Strasse 27, www.belvedere.at
Parköffnungszeiten 6:30 - 18:00 Uhr, Museen Di - So 10:00 - 17:00 Uhr

Hundertwasserhaus

"Ein Haus, ein ungewöhnliches Haus, das nicht den üblichen Normen und Klischees der scholastischen Architektur entspricht" so beschreibt der Künstler Friedensreich Hundertwasser das Konzept des von ihm gestalteten Hauses. Die von der Stadt Wien in Auftrag gegebene außergewöhnliche Wohnanlage hebt die starren Formen herkömmlicher Häuser nahezu auf und unterscheidet sich von diesen durch schiefe Wände, wellige Böden, kunterbunte Farben, Zwiebeltürme, kleine Balkone, Erker und bewachsene Dächer. Damit wird sie dem Anspruch Hundertwassers gerecht, den Menschen in die Natur einzubetten, denn genormte Flächen, wie etwa gerade und flache Böden, kommen in der Natur nicht vor.  Das Hundertwasserhaus ist seinen Besuch wert, kann jedoch aus Rücksicht auf die Mieter des Hauses verständlicherweise nur von außen betrachtet werden.

Hundertwasserhaus, 3. Bezirk, Löwengasse. www.hundertwasserhaus.at
Straßenbahn: 1/ Station Löwengasse. Besichtigung von innen nicht möglich.

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